Ruhe

Ruhe bedeutet nicht Geräuschlosigkeit. Auch auf dem Engelberg hört man Geräusche. Der Engelbach gluckert, der Wind rauscht, die Gänse schnattern, Hähne krähen. Man hört sogar ab und zu ein Auto oder ein hoch fliegendes Flugzeug. Es wird Rasen gemäht und Holz gesägt. Absolut still ist es nie.
Trotzdem ist es hier ruhig. Der Dauerlärm der unendlichen Blechlawine, die sich durch jede Stadt schiebt, fehlt. Es trötet nicht alle fünf Minuten ein Martinshorn.
Hier gibt es nur Geräusche, keinen Lärm.

Zuflucht für komische Käuze?

Je bewusster mir im Laufe der Jahre mein Sonderlings-Naturell geworden ist mit all seinen Konsequenzen, umso deutlicher wurde der Wunsch nach Ruhe und Abgeschiedenheit: Ohne wuselnde Menschenmassen überall, ohne Verkehrslärm immerfort; dafür mit Platz zum Atmen und Motivation zur Bewegung, in mehr Hinsichten als ich versprachlichen könnte.

Und wenn auch mein Leben erfahrungsgemäß nun eines nicht ist, dann planbar, so hoffe ich dennoch, mir hier für eine ganze Weile einen Hafen einrichten zu können.