Endlich Kunst?

Auch wenn es noch ein paar kleinere und größere Baustellen gibt, ist der Engelberg jetzt vollständig renoviert. Ich darf mich nun wieder meinem Beruf zuwenden, dem kreativen Allerlei, das man allgemein als Kunst bezeichnet.
Im Prinzip ändert sich wenig. Ob ich eine Wand oder eine Leinwand mit Farbe bedecke, ist für mich kein großer Unterschied. Kunst zu produzieren ist für mich eine ganz normale Arbeit. Oder umgekehrt eine Wand zu streichen ein kreativer Akt.
Es war und ist diese mir innewohnende Kreativität, die mich an der normalen Arbeitswelt scheitern ließ, für die Produktivität und nicht Intensität Priorität hat. Ich kann nicht tagein, tagaus emotionslos Waren für die Profitmaximierung herstellen, um dann nach Feierabend Kunst zu machen. Für mich ist die innere Verbundenheit mit meiner Tätigkeit wichtiger als das Ergebnis.
Deshalb ist es mir auch egal, ob mein Werk einen Platz in den Geschichtsbüchern findet. Ob es Kunst ist oder nicht. Ich tue, was ich kann und freue mich darüber auf dem Engelberg endlich ein richtiges Atelier nutzen zu können.
Die Spiele können beginnen.

Hutzeldus restliche Zimmer

Erdgeschoss: Galerie

Erster Stock: Schlafzimmer

Erster Stock: Arbeitszimmer

Eumelchens restliche Zimmer

Arbeitszimmer

Schlafzimmer

Eigenarten

Auch wenn Eumelchen zu den wenigen Menschen gehört, mit denen ich zusammenarbeiten kann, mache ich am liebsten alles allein. Das war schon immer so, jedenfalls so lange ich mich erinnern kann. Im Team zu arbeiten fällt mir schwer. Nicht auf der technischen Ebene, sondern auf der emotionalen. Das machte mich schon in der Schule zum Eigenbrötler, in der Lehre zum Außenseiter, im Arbeitsleben krank.
Ich mache alles auf meine eigene Weise, habe meine eigene Ordnung, meine eigene Struktur. Alles, was in diese eigene Ordnung eingreift, belastet mich, bringt mich aus dem Takt, nimmt mir die Freude, die Lust am Werk. Schon ein am falschen Platz liegendes Werkzeug sorgt für Frustration. Allerdings auch dann, wenn ich es selbst falsch abgelegt habe.
Ein anderer Aspekt ist der spielerische Ansatz, mit dem ich auch ernsthafte Tätigkeiten ausführe. Ich arbeite nicht nach Plan. Auch dann nicht, wenn ich mir selbst einen gezeichnet habe.
Pläne, Rezepte oder Bedienungsanleitungen sind für mich Orientierungshilfen, keine Dogmen. Das kann man zwar kreativ nennen, macht die Zusammenarbeit mit anderen aber schwierig.
Alles zusammen hat mich zum Künstler werden lassen. Nicht wegen der Kunst, diesem heiligen Gral der kreativen Menschen. Die Kunst ist mir egal, auch wenn ich schöne Werke mag und mein tägliches Brot gerne mit meiner Arbeit finanzieren würde. Doch mich Künstler zu nennen ist der einzige Weg anderen Menschen meine Eigenarten zu erklären.

Gestalterische Spielereien

Hutzeldu

Eumelchen

Da ich mich nicht mit fremden Federn schmücken möchte:

1) Die Zottelkugel an der Küchenlampe ist eine Anspielung auf die Susuwatari aus dem Anime „„Chihiros Reise ins Zauberland“.
2) Die Pyramide ist nicht mein, sondern Uropas Werk.
3) Auch die Laterne ist nicht mein, sondern Opas Werk.
4) Die Voodoo-Puppen waren ein Geschenk.
5) Auch die Herbstnebelfee war ein Geschenk, ich habe nur die bereits vorgestanzten Blätterchen bemalt und aufgeklebt.
6) Der Tentakel ist ein zweckentfremdeter Ohrstecker, der als solcher der Größe und des Gewichts wegen ein Fehlkauf war: Auf der Suche nach einem kreativen Verwendungszweck ist mir das bereits im Türrahmen befindliche kleine Loch aufgefallen (es liegt also kein Akt des Vandalismus vor!).
5) Die Schablonen für das Feuer basieren größtenteils auf einer freien Vektor-Grafik aus dem Internet zu finden hier.

Hutzeldu & Eumelchen