Spinnen

Was man in diesem Haus eher nicht haben sollte, ist eine Spinnenphobie. Glücklicherweise bin ich zwar einigermaßen davon verschont geblieben, es gibt aber leider eine Ausnahme: Winkelspinnen.
Irgendetwas an deren gedrungenen Körperform und hektischen Fortbewegungsweise versetzt mir einen Adrenalinstoß der unangenehmsten Art – da sie aber im Grunde genauso harmlos wie andere Spinnenarten dieser Breiten sind und gerade im Keller häufiger vorkommen, hoffe ich sehr diese irrationale Panik durch kontinuierliche Konfrontation mit der Zeit überwunden zu kriegen.

Deutlich häufiger vertreten auch im Rest des Hauses sind jedoch Zitterspinnen: Da diese sich im Vergleich zu ihren Kolleginnen durch eine geradezu stoische Phlegmatik auszeichnen und auch über deutlich filigranere Körper verfügen, hat es mich zugegebenermaßen etwas überrascht festzustellen, dass Zitterspinnen es schaffen Winkelspinnen zu erlegen.
Wikipedia liefert als Erklärung: „Zitterspinnen weben unregelmäßige und diffuse Raumnetze dreidimensionaler Ausdehnung und von beträchtlicher Größe, durch die sie sich geschickt fortbewegen und die sie in die Lage versetzen, auch wesentlich größere Tiere zu überwältigen.“

Und es ist ja schon ein recht beeindruckender Anblick, wie die Räuberin hier über der schon eingewebten Beute thront (der einmal mehr deutlich macht, dass Natur eben eines nicht ist – friedlich):

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